Fachbereich Ölschaden Schutz für Mensch und Umwelt
Auslaufender Kraftstoff nach einem Verkehrsunfall, eine Ölspur auf der Fahrbahn oder Heizöl aus einem beschädigten Tank: Ölschäden können unterschiedliche Ursachen haben. Sie gefährden den Straßenverkehr und können Böden sowie Gewässer erheblich belasten. Hier ist schnelles und gezieltes Handeln gefragt.
Der Fachbereich Ölschaden der Feuerwehr Regen beschäftigt sich mit der Vorbereitung auf diese Einsatzlagen. Im Mittelpunkt stehen das sichere Eindämmen ausgetretener Betriebsstoffe, der Schutz der Umwelt und der fachgerechte Umgang mit den dafür vorgesehenen Einsatzmitteln.
Unsere Ausrüstung
Für die Bekämpfung von Ölschäden steht uns auf unserem Rüstwagen RW – Florian Regen 61/1 eine Ölschadenausrüstung zur Verfügung. Sie unterstützt unsere Einsatzkräfte dabei, ausgetretene Betriebsstoffe einzudämmen und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Umwelt einzuleiten.
Darüber hinaus verfügt die Feuerwehr Regen über einen separaten Anhänger mit einer Ölsperre. Diese kommt bei Verunreinigungen auf Gewässern zum Einsatz. Mit ihr lässt sich die Ausbreitung von auf der Wasseroberfläche schwimmendem Öl begrenzen, um dessen anschließende Aufnahme zu erleichtern.
Gefahren erkennen und Ausbreitung verhindern
Zu Beginn eines Einsatzes verschaffen sich die Einsatzkräfte einen Überblick: Welcher Stoff tritt aus? Welche Menge ist betroffen? Besteht eine Gefahr für Menschen, die Kanalisation oder ein Gewässer? Auf dieser Grundlage werden die weiteren Maßnahmen festgelegt. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hat dabei immer Vorrang.
Wenn es gefahrlos möglich ist, wird der weitere Austritt gestoppt oder begrenzt. Bereits ausgetretene Flüssigkeiten werden eingedämmt und mit geeigneten Mitteln aufgefangen oder aufgenommen. Besonderes Augenmerk gilt Straßeneinläufen und angrenzenden Gewässern, damit sich die Verunreinigung möglichst nicht weiter ausbreitet.
Typische Aufgaben im Einsatz
- Absichern der Einsatzstelle und Erkennen möglicher Gefahren
- Begrenzen und Auffangen austretender Betriebsstoffe
- Schützen von Kanaleinläufen, Böden und Gewässern
- Einsetzen geeigneter Bindemittel und Auffangmaterialien
- Aufbauen einer Ölsperre bei Verunreinigungen auf Gewässern
- Abstimmen weiterer Maßnahmen mit den zuständigen Stellen
Je nach Schadenslage arbeiten Feuerwehr, Polizei, Straßenbaulastträger, Umweltbehörden und Fachunternehmen zusammen. Die abschließende Reinigung, Sanierung und Entsorgung erfolgt in Abstimmung mit den jeweils zuständigen Stellen.
Ausbildung und Vorbereitung
Für eine wirksame Hilfe müssen Handgriffe und Abläufe sitzen. Zum Fachgebiet gehören deshalb Kenntnisse über unterschiedliche Betriebsstoffe, die Auswahl geeigneter Einsatzmittel und die erforderliche persönliche Schutzausrüstung. Auch der richtige Aufbau und Einsatz der Ölsperre sowie das Vermeiden einer Verschleppung von Schadstoffen sind wichtige Bestandteile.
Eine gute Vorbereitung hilft, im Einsatz zügig und überlegt zu handeln. Mit der Ausrüstung auf unserem Rüstwagen und dem Ölsperrenanhänger leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Menschen, unserer Gewässer und der Umwelt.
Öl oder Kraftstoff ausgetreten?
Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr und halten Sie Abstand. Vermeiden Sie offenes Feuer und andere Zündquellen. Spülen Sie ausgetretene Stoffe niemals mit Wasser in die Kanalisation. Bei akuter Gefahr für Menschen oder die Umwelt wählen Sie den Notruf 112. Beschreiben Sie den Ort, die erkennbare Verunreinigung und ob ein Gewässer oder Kanaleinlauf betroffen ist.